Lettland – ein zunehmend beliebteres Reiseziel

Nach dem Zerfall der Sowjetunion erlangte Lettland gemeinsam mit den baltischen Staaten seine Souveränität zurück und wird seit diesem Zeitpunkt immer beliebteres Reiseland.
Die wechselvolle Vergangenheit und die landschaftliche Schönheit machen das Land ungeheuer attraktiv.


Die sanfte Hügellandschaft nahe der Ostseeküste überzieht der Gauja-Nationalpark und damit ist die Landschaft besonders geschützt. Mittendrin liegt die Region Sigulda mit Moorgebieten und verträumten Seen, die mit einem Schilfgürtel gesäumt sind. Die Schönheit dieser Region hat ihr auch den Beinamen „lettische Schweiz“ eingetragen. Nach Osten hin ziehen sich der Baltische und der Lettgalische Höhenrücken.


Unerschöpflich sind die Möglichkeiten während des Sommers für Wassersport an der Küste, Kanuwanderungen auf den Flüssen Gauja, Amata und Abave und der Winter gehört den Skiläufern und Wintersportfans. Das kontinentale Klima mit warmen Sommern und kalten Wintern begünstigt die Aktivitäten in der herrlichen Landschaft.
Für alle, die den Sommer und die Wärme lieben sind die Monate Mai bis Oktober die beste Reisezeit. Allerdings muss in den Monaten Juli und August verstärkt mit Niederschlag gerechnet werden.


Ihre kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit erlebte Lettland von 1920 bis 1934. Allein bei der Anzahl der veröffentlichten Bücher und kommunaler Bibliotheken stand Lettland nach Island an der zweiten Stelle in Europa.
Durch die autoritäre Herrschaft von Kärlis Ulmani und der Okkupation durch die Sowjetunion 1940 und später durch den Zweiten Weltkrieg nahm die Blütezeit ihr Ende. Viele Menschen wurden deportiert und eine Russifizierungspolitik setzte ein.

Nach 1991


Seit 1991 begann der Wiederaufstieg. 2004 wurde die junge Republik Lettland Mitglied in der Europäischen Union und der NATO und führte 2014 den Euro ein.
Viele Menschen und besonders ältere Menschen leben heute noch am Existenzminimum und möchten vom aufblühenden Tourismus auf ihre Art zu profitieren, indem sie an den Straßen ganz unterschiedliche Dinge verkaufen, die den Touristen möglicherweise etwas skurril anmuten. Die Menschen sehen den Tourismus als Chance für mehr Arbeit und wirtschaftliches Wachstum, das ihnen zunehmend auch wachsenden Wohlstand bringt.


Bis zur Bodenreform 1921 war Lettland von Großgrundbesitz geprägt. Heute sind die großen Güter mit ihren imposanten Gutshäusern, den Schlössern und Burgen aus der Zeit der Kreuzritter und des deutschen Ordens der Schwertbrüder attraktive Ausflugsziele für Touristen aus aller Herren Länder.

Tolle Landschaften und Denkmäler!


Kultur und Architektur sind stark durch nordeuropäischen Einfluss geprägt. Architektur und Denkmäler über das ganze Land verteilt laden ein zu einer Reise in die Vergangenheit. Unterschiedliche Epochen machen den Zauber der Städte und Landschaften aus. Der Massentourismus hat dadurch, dass das Land noch wenig erschlossen ist, Lettland noch nicht erobert und so gilt eine Reise nach Lettland noch immer als Geheimtipp.