Der Ausflug nach Kuldīga war ein sonniger Tag.
Wie immer bei unseren Ausflügen, wenn wir im Urlaub Zeit haben, haben wir den direkten Weg gewählt, Quasi querfeldein. Die ca. 80 Km lange Strecke führte uns über Schotterpisten die nicht lange nach der Ortschaft Vergale begonnen haben.

Der Weg ist das Ziel!

Hier sei erwähnt das die Beschilderung von Museen und Sehenswürdigkeiten in dieser Gegend in Lettland vorbildlich ist. Sie sieht man selbst in der tiefsten Pampa braune Hinweisschilder zu Museen oder Sehenswürdigkeiten führen.
(Manchmal versprechen die Schilder dann auch zu viel :-))
Unser Navi hat uns über Aizpute / Hazelpot geführt. Bei der Durchfahrt ist mir eine Schlossruine am Berg in der Ortschaft aufgefallen, daneben eine Kirche und ein toller, mit Seerosen übersäter See.

Da ich verkehrsbedingt nicht abbiegen konnte, habe ich umgedreht und wir konnten einen Parkplatz unterhalb der Kirche am See ergattern. Alles in allem ist Aizpute alles in allem schon etwas lebendigerer Ort den wir auf unserer Reise gesucht haben.

Bei unserem ca. 30 minütigen Stopp haben wir die Burgruine besichtigt, sind am See spaziert und haben so einige Fotos geschossen. In dieser Stadt hätten wir noch länger verweilen können, wenn ein weitläufiger Park hat zum Verweilen eingeladen. Viele Wege gingen idyllisch am Rande von Seen.
Aber wir mussten weiter, da wir möglichst viel Zeit für unser Ziel – die Wasserfälle von Kuldīga haben wollten.

Nun ging es fast nur noch eine gut ausgebaute Hauptstrecke entlang. Nach kurzer Zeit erreichten wir Kuldīga.
Das erste Mal (wir waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Lepaja gewesen) erlebten wir eine wuselige Stadt voll mit Leuten und von Leben erfüllt.

Doch erst einmal sind wir durch Kuldīga durchgefahren, um die Wasserfälle am anderen Ende der Stadt zu besuchen. Diese sollen die längsten Wasserfälle in Europa sein und laden zum Besuchen und verweilen ein. Man kann sogar darüber laufen. In Deutschland mit seinen (oft unsinnigen) Vorschriften wäre sowas für mich nur sehr schwer vorstellbar.

Der Wasserfall


Am Wasserfall haben wir etwas Zeit verbracht und besuchten dann auch noch oberhalb des Wasserfalls das Naturbad – auch das wäre in Deutschland unvorstellbar. Wenn man in Deutschland lebt ist man gewohnt das man an jeder Ecke zur Kasse gebeten wird. In Lettland konnten wir erleben, das man eben nicht für alles bezahlen muss und viele Aktivitäten kostenlos sind – ein großer Pluspunkt für Lettland.

Nachdem wir einige Zeit am Wasserfall verbracht haben, haben wir uns über die Brücke auf den Weg in die Stadt gemacht, um uns die Stadt anzuschauen. Wir hatten Glück an diesem Tag war ein großes Fest in der Stadt „Festmahl in Kuldiga“
Die Stadt war voll mit Ständen, Menschen genossen Leckereien und man konnte auf dem Markt Life Musik aus Klavierklängen genießen. Wobei ich glaube die Klaviere auf dem Marktplatz stehen auch mach dem Fest auf dem Marktplatz und laden sicher auch in Zukunft zum Verweilen ein. Daneben ist ein Platz, auf dem auf Sitzsäcken der Musik lauschen kann.
Die Stadt lädt sicher auch großes Fest zum Erleben und erkunden ein. Am Rande der Stadt in Richtung des Wasserfalls gibt es einen weitläufigen „Heilenden“ Park, dieser verzaubert durch zahlreiche Statuen herrliche Blumen und Pflanzen.
Am Rande des Parks in Richtung Wasserfall befindet sich einiges an Gastronomie. Unter anderem ein Café auf einer Plattform über dem Wasserfall. Mit einem herrlichen Blick auf den Wasserfall und einer netten Bedienung.
Dort haben wir unseren Besuch in Kuldiga ausklingen lassen.

Ein Besuch in Kuldiga ist ganz klar empfehlenswert.

Nun traten wir die Rückreise Richtung Saraiki (das ist einer der nächsten Orte zu Ranguni Camping) an. Für den Rückweg haben wir spontan die Rückroute geändert und haben aufgrund einer Broschüre vom lettischen Fremdenverkehrsverband zur Frühgeschichte und Ausgrabungsorten einen Stopp in Alsunga eingelegt. Dort sollte ein Schloß sein und eine Gaststätte in der Man historische Speisen essen kann. Leider war es schon 19 Uhr und der Ort schon etwas eingeschlafen. Auf dem Parkplatz unweit des Schlosses, in dem sich auch die Tourist Information befindet hatten sich noch einige Dorfbewohner versammelt, um Brot von einem Händler zu kaufen.

Nachdem sich diese Ansammlung auflöste, schlief der kleine Ort wieder ein. Nun gingen wir zur Burg wo man, wenn man außerhalb der Öffnungszeiten kommt nur wenig besichtigen kann. Nun dann blieb es eben bei der Besichtigung von außen. Eine wahre Augenweite war dabei das rostige Kunstwerk welches sich neben dem Schloß befindet.

Nach diesem Kurzen Abstecher haben wir uns zu der in der beschriebenen Gaststätte die unweit des Schlosses – die Straße hinunter Richtung Kirche liegt – begeben.

Da hatten wir leider auch nicht so richtig Glück, da die Gaststätte aufgrund einer später stattfindenden – geschlossenen Veranstaltung nur draußen und in abgespeckter Form bewirtschaftet wurde. Wir konnten dann aber einige kleine Leckereien probieren und liesen uns es kurz im „Biergarten“ Gut gehen.
Auf dem Rückweg sahen wir noch einige Frauen die in Folklore Kleidung Richtung der Gaststätte unterwegs waren. Diese sollten bestimmt einiges darbieten.

Nun war es schon ca. 20 Uhr… Wir wollten dann noch auf der Rückfahrt Steine für Opfergaben aus früheren Zeiten in der Nähe von Saka besuchen.
Leider konnten wir diese mit den in der Broschüre angegebenen Koordinaten nicht finden.

Bei trockenem Wetter sind die Schotterpisten sehr staubig.

Allgemein war einiges aus dieser Broschüre entweder geschlossen oder nur nach Voranmeldung. Daher empfiehlt es sich die Öffnungszeiten per Internet zu prüfen oder anzurufen…

Unser Fazit

Das Fazit für diesen Ausflug…

Dieser tolle Ort ist auf jedem Fall einen Ausflug wert.