Die Auswahl des Ziels…

Zur Auswahl des genauen Ziels haben wir wiedereinmal einer deutschen Camping-App vertraut. Auswahlfilter war: Direkt am Meer und Spielplatz :-), da das die beiden Bedingungen waren die uns als Eltern gestellt wurden ;-).
So fanden wir schon einige, aber nicht all zu viele Campingplätze an der litauischen und lettischen Küste.
Die Auswahl fiel dann aufgrund der Entfernung relativ schnell auf die Nähe von Klaipėda. Die Entfernung zu unserem Aufenthaltsort Lomza in Polen war mit 600 Kilometern eine angenehme Tagestour und nicht all zu schwer erreichbar.

Eigentlich sollte es ein anderer Campingplatz sein…

Zu aller erst habe ich in der Camping-App einen anderen Campingplatz ausgewählt, da dieser auch von den Beschreibungen her gepasst hat. Jedoch war dieser etwas lebhafter beschrieben als wir uns gewünscht haben. Wir suchten einen Platz der Ruhe, da wir ja ein anstrengendes Jahr hatten.
Dann hat meine Frau noch einmal geschaut und den Rūgumi Campingplatz in der Nähe von Liepāja hat uns beiden perfekt gepasst. Da stand etwas von direkter Strandnähe und Ruhe – das war ideal für uns.

Nun war das Ziel gefunden…

Endlich haben wir ein Ziel gefunden, ohne langes nachdenken haben wir uns einfach für den Rūgumi entschieden, um dann relativ spontan nach Lettland zu starten. Wir hatten die komplette Campingausstattung dabei, hätten also auch autark irgendwo campen können…
Wir haben uns aber gedacht wir rufen doch vorher einmal an, um zu fragen, ob etwas frei ist – der Sicherheit halber, da ja doch schon 9 Stunden Fahrt vor uns liegen und wir uns den Stress nicht antun wollten abends noch nach einem Campingplatz zu suchen.
Der Anruf beim Campingplatz Rūgumi wurde sehr nett beantwortet, es ist kein Problem, wir können anreisen, man reserviert uns einen Platz… Wir sind bis 23 Uhr da und wenn Sie es nicht rechtzeitig schaffen – rufen Sie uns an, wir finden da schon eine Lösung. Der erste Eindruck war toll und sehr nett. Später berichte ich noch ausführlich über den Campingplatz.

Die Fahrt nach Lettland…

Wenn man von Polen kommt, aus Lomza, also aus Richtung Warschau muss man wohl oder übel über Bundes und Landstraßen fahren, um die Autobahn in Litauen zu erreichen, die dann an die Küste nach Klaipėda führt. Die Autobahn ist gut ausgebaut, allgemein fand ich die Straßen, als jemand der in Litauen das erste Mal war, dass diese den „alten“ EU Ländern in keiner Weise nachstehen. Manche Sachen werden auf den Autobahnen lockerer gehandhabt wie zum Beispiel Abfahrten oder es kann auch mal vorkommen, dass ein Fahrradfahrer die Autobahn zur Abkürzung nutzt – in Deutschland undenkbar.

Nun haben wir die Strecke von 620 km in 8,5 Stunden geschafft (Etwas Stau auf der Autobahn bei Kaunas war auch dabei…)

Vor Klaipėda (Litauen) angekommen, fuhren wir den Schildern und den Navi folgend Richtung Liepāja (Lettland) – immer nach dem Meer schauend, ob wir vielleicht schon einen Blick erhaschen können. Doch wir sahen nur Wälder. Und so ging es weiter, die ganze Strecke bis wir kurz vor Liepāja das erste Mal das Meer sahen. Nun hellte sich auch die Stimmung im Auto auf, die Bücher wurden weggelegt, denn nun gab es ja etwas zu sehen. Da muss ich schon sagen, dass wir schon sehr brave Kinder haben, mit ihnen sind auch lange Autofahrten ohne Genörgel kein Problem.